Thursday, 14. january 2010 4 14 /01 /Jan. /2010 12:51
Kaum 2010 schon sterben die Leut …

Diesmal: Jay Reartard :(


 
von Herr Rabies - veröffentlicht in: Musik
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Tuesday, 1. december 2009 2 01 /12 /Dez. /2009 17:01

Die Schweiz hat, wie allseits bekannt, abgestimmt. Allein, dass Waffenexporte und Minarettverbote in einem Aufwaschen verhandelt werden spricht eine deutliche Sprache. Die Europäische Rechte jubelt und sieht sich bestätigt in ihrem Handlen. 

Mir stößt das schweizerische Ergebnis hauptsächlich deshalb sauer auf weil ich sehe, dass es ein Zwischenrülpser eines schleichend zunehmenden Konservativismus' in Europa ist. "Schleichend" ist vielleicht nicht ganz der korrekte Begriff. Andererseits beobachte ich die Situation seit Jahren und derartige Tendenzen steigern sich mehr und mehr, in letzter Zeit halt rasant. Hier in Österreich und anderswo. Die rechten Parteien profitieren von den Ängsten der Menschen. Gerade in religiösen Belangen sehr einfach, handelt es sich doch um enorm diffuse Gefühle die einem gesellschaftlich antrainiert werden (und denen man sich aktiv widersetzen muss, von allein wird man hier nicht klüger). Denn seien wir uns ehrlich: eine Referendum wie in der Schweiz würde – in jedem anderen Europäischen Land abgehalten – zum gleichen Ergebnis führen. Auch in Frankreich, wo die größte islamische Gemeinde Europas lebt. Und vermutlich auch in Schweden. Hierzulande wären wahrscheinlich 70 % der Wahlgänger für das Verbot. 


Aber es muss gesagt werden, dass es etwas gar heuchlerisch wirkt wenn sich Länder wie Saudi Arabien (die zumindest immer noch Waffen aus CH kriegen, das Exportverbot wurde ja abgelehnt), Ägypten oder Indonesien echauffieren. Glänzen auch sie nicht mit Religionsfreiheit, bzw mit der Einhaltung der Menschenrechte generell. 


Wenn die BBC – wie für britische Medien üblich – mit dem Finger auf andere Länder zeigt … tja: Das größte islamische Zentrum Europas, die Abbey Mills Mosque in in Stratford, ist unter anderem aufgrund von Anrainer-Protesten (in einem Gewerbegebiet) nicht gebaut worden b.z.w. wird, wenn überhaupt, dann kleiner verwirklicht. 


Die Aufstockung des Islamischen Zentrums in Brigittenauer Dammstraße wird zwar erfolgen, der Aktionsgruppe "Moschee ade" passt dies freilich nicht. Rückhalt seitens der FPÖ ist ihr gewiss. 


Islamophobie an allen Ecken und Enden. Ein Schelm wer hier Vergleiche zur Situation der Juden Anfang des letzten Jahrhunderts anstellt. So empfinde offenbar nicht nur ich, darum gibt es diverse an Dachentwässerungsrohren geklebte Pickerln wo steht "Islam ist nicht der Feind". Richtig. Gleichzeitig denke ich mir immer: mein Freund ist er aber auch nicht. Das gleiche gilt für Christen- (an dem immer noch – historisch gesehen – am meisten Blut klebt) und Judentum. 

Ich wünschte mir die Menschheit würden zur Besinnung kommen und feststellen dass Religion nicht notwendig ist. Werte sind menschlich und Altruismus ist nicht gekoppelt an einen Gottesglauben, sondern eine Eigenschaft die sozial lebende Primaten in sich tragen. Aber ich weiß auch, dass das unrealistisch ist. Menschen sehnen sich nach etwas Höheren und wollen, dass alles einen Sinn ergibt (den es nach erachten des Verfassers dieser Zeilen nicht gibt, aber bitte). Solange es Menschen gibt wird es wohl Religionen geben und solange es Religionen gibt herrscht Unfrieden. So paradox das im Grunde ist. 


Nun bleibt abzuwarten wie es bei den Eidgenossen weitergeht. Das Verbot lässt sich kaum mit der UN Menschenrechtscharta nicht wirklich vereinbaren (Religionsfreiheit anyone?) und ein ausstieg aus der UNO wäre ein aussenpolitisches Desaster.

Es bleibt spannend …

von Herr Rabies - veröffentlicht in: Politik
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Saturday, 14. november 2009 6 14 /11 /Nov. /2009 14:12


Danke Robert!
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Wednesday, 30. september 2009 3 30 /09 /Sept. /2009 14:32
Charmant genug wären sie :)

 
von Herr Rabies - veröffentlicht in: Politik
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Wednesday, 30. september 2009 3 30 /09 /Sept. /2009 13:38

 


 

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Monday, 28. september 2009 1 28 /09 /Sept. /2009 19:34
Die beiden Herren von Røyksopp haben vor gar nicht allzulanger Zeit ihr neues, drittes, Album namens Junior veröffentlicht. Als Gastsängerinen wurde alles verpflichtet was grad in Skandinavien als heiß und fettig gilt. Lykke Li, Robyn und die vom Verfasser dieser Zeilen kultisch verehrte Karin Dreijer-Andersson. Ihrerseits bekannt als die stark verfremdete Stimme von The Knife bzw. solo als Fever Ray alle Maßstäbe bezüglich Live-performance neu definierend weiht sie 2 Tracks mit kruder Lyrik. Einer davon wurde jetzt ausgekoppelt und stiftet als Single tanzbare Beats für die Indiedisco:

Royksopp and Fever Ray - This Must Be It

von Herr Rabies - veröffentlicht in: Musik
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Tuesday, 22. september 2009 2 22 /09 /Sept. /2009 13:10

 

 

Neill Blomkamp hat sich viel angeschaut und gelernt. Ist ihm doch mit District 9 einer der eindrucksvollsten Sci-Fi Filme dieser Dekade gelungen. In ein paar Jahren wird man wohl von einem Klassiker sprechen. 

District 9 ist für das Genre vielleicht das, was "Pans Labyrinth" für Fantasy war und "28 Days Later" für den Horrorfilm und vielleicht das,  was "Sunshine" leider nicht gewesen war und "Children Of Men" – völlig zu Unrecht – leider nicht wurde.


+++ SPOILER +++ SPOILER +++ SPOILER +++ SPOILER +++ SPOILER +++


Die Handlung ist kurz gefasst diese: Ein kleiner Beamter namens Wikus Van De Merwe kommt durch Vitamin B in die leitende Position beim Umsiedeln der "Prawns" genannten Ausserirdischen durch das private Unternehmen MNU.  Diese sollen in ein Internierungslager etliche Kilometer ausserhalb Joburgs gesteckt werden da sich das Klima zwischen Insektoiden und Humanoiden über die Jahre verschlechtert hat und es immer öfter zu Ausschreitungen kommt. Beim Zustellen der zu unterschreibenden Umsiedelungsverträge (Human Rights Watch erledigt ihre Aufgabe auch in District 9 und ist bei der MNU dementsprechend beliebt) findet Van De Merwe  in einer von Alien-Vater und -Sohn bewohnten Baracke einen kleinen Zylinder und infiziert sich mit einer Flüssigkeit bei der es sich, wie sich heraustellen wird, um Treibstoff handelt. Bald muss er feststellen, dass sich sein Körper verwandelt und er langsam aber augenscheinlich zum "Prawn" mutiert. 

Dies macht ihn für die verschiedensten Parteien sehr interessant: 

Für die Rüstungsfirmen dieser Welt, da er in der Lage ist die überlegene Technik der Aliens zu nutzen. 

Für die Nigerianer – die dank Katzenfutterdeals zu einem ansehnlichen Arsenal an extraterristischer Waffen gelangt sind – aus genau den selben Gründen, allerdings auf einem völlig anderen Niveau. 

Und für die Außerirdischen, da Wikus weiß wo sich eben jenes Behältnis befindet mit dem seine Verwandlung begann. Schließlich ist es der letzte Möglichkeit ins Mutterschiff zu gelangen und die Erdatmosphäre zu verlassen. 

Da er körperlich immer mehr verfällt lässt er sich ins Krankenhaus einliefern und wird von dort in ein Labor verfrachtet wo er als genetischer Selbstbedienungsladen der MNU zur Verfügung stehen soll. Er kann fliehen und verschanzt sich in District 9.


Herr Blomkamp macht es einem klugerweise nicht einfach: Der Hauptdarsteller ist weder mit einem all zu großem Geist gesegnet noch sonderlich sympatisch. Die Aliens sind alles andere als eine Augenweide und haben durch das völlige Fehlen sozialer Kompetenz so manche Eigenschaft die es nachvollziehbar macht warum sie in ein Slum gepfercht leben. Das einzige das für sie spricht, ist, dass sie die Erde nicht vor Jahrzehnten überrannt haben. Die Waffentechnologische Niveau würde dies ohne weiteres möglich machen. 

Auch in District 9 leben "die Nigerianer". Hier kann man theoretisch eine Diskussion darüber entfachen, dass diese Bevölkerungsgruppe sehr negativ dargestellt wird. Andererseits: die Afrikaaner kommen keine Laus besser davon. Ausserdem ergibt es durchaus Sinn wenn man bedenkt, dass das Raumschiff 1981 über Johannesburg zum stehen kam. Zu jener Zeit war die Apartheid noch im vollen Gang und es fügt sich ins Historische dass sich Outcasts zu einander gesellen und sei's weil ein gemeinsamer Feind (die Südafrikanische Regierung) eint. 


Geschickt webt der Regisseur altbekannte Systematiken in die Handlung ein: So erhalten die Aliens menschliche Namen und müssen Verträge unterschreiben die die meisten nicht lesen können. Derartiges kennt man aus sehr sehr düsteren Zeiten/Weltgegenden. Der Alien-Hauptdarsteller namens "Christopher" ist Vater (?) eines kleinen Alien-Kindes und, wie es scheint, Wissenschaftler. Dies ist freilich dramaturgisch nicht ganz dumm, schließlich hat man dadurch so etwas wie eine Identifikationsfigur bei einer Spezies die sehr fremd wirkt. Das könnte man durchaus als gar platt abtun. Denn warum ist ausgerechnet er klüger als die anderen? Gegenfrage: Warum nicht? Es sind schließlich auch nicht alle Menschen Akademiker. Vor allem ist auch "Christopher" nicht uneigennützig unterwegs. Im Gegenteil. Ihm geht es einzig um sein Wohl und dem seiner Art. Die Bürokratie mit der beim Umsiedeln vorgegangen wird und mit der – so hat es den Anschein – seit Jahrzehnten gewaltet wird, gemahnen an Kafka und das Deutschland der 30er-Jahre. So ist es den Aliens verboten Kinder zu haben und Waffen zu besitzen. 

Tendenziell diskutabel ist der dem Menschen nicht unähnliche Körperbau. Andererseits ist dieser essenziell für die Handlung. Würden die Aliens völlig anders aussehen, könnte van Merve keine ihrer Geräte bedienen und der Film wär keiner da ein beträchtlicher Teil der Handlung ausfallen würde. 

Die Kombination aus verwackelter Handkamera und eingestreuten Interviews sind jetzt vielleicht nicht sensationell neu, keine Frage, katapultieren den Film aber auf ein für das Genre unübliches Level der glaubwürdigkeit in dem auch Cronenbergscher Bodyhorror nicht deplatziert wirkt. Der semi-dokumentarische Stil lässt auch übersehen, dass sich manche logische Löcher auftun. ZB.: Warum sind die Ausserirdischen überhaupt gestrandet? Was ist jetzt anders als vor 28 Jahren das es ihnen ermöglicht fortzufliegen? Vermutlich wird sich dies aber in mehreren Sequels und Prequels und Spin-Offs klären. Hollywood hat da fix schon Lunte gerochen und wer weiß was uns dann erwartet …

Möglichweise jene Happy Ends die uns Blomkamp hier erspart.

 

 

von Herr Rabies - veröffentlicht in: Bewegte Bilder
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Sunday, 20. september 2009 7 20 /09 /Sept. /2009 23:36
Rest in Peace Patrick Swayze!

Danke an fidget für den Link
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Wednesday, 29. july 2009 3 29 /07 /Juli /2009 14:38

 

1982. Der unlängst verblichene Michael Jackson veröffentlichte "Thriller". ABBA trennen sich entgültig und Nicole gewann am 24. April in Harrogate mit dem Lied „Ein bißchen Frieden“ für Deutschland die 27. Auflage des Eurovision Song Contest. Es ist der bis heute einzige deutsche Sieg in diesem Wettbewerb. 
Es gab noch keine Handys, nur Koffertelefone. Kein Internet bzw keins wovon Krethi und Plethi etwas mitbekamen. Virtuelle Realitäten waren etwas, von dem man nur vom Hörensagen wusste, dass darüber erzählt wird. 
Die Zukunft ist ein entlegener Ort. Es sollte noch zehn Jahre dauern bis Dinosaurier durch CGI zum Leben erweckt werden was in weiterer Folge dazu führt, dass die 90er wohl zu jener Dekade werden in denen Filme immer weniger wegen ihrer Handlung bestechen sondern eher den aktuellen Stand der technischen Entwicklung illustrieren. Mit dem Nachteil, dass der jeweils nächste Schritt den Vorangegangenen etwas datiert erscheinen lässt … Aber wie gesagt. Das ist noch Jahre hin. Eine Blick in die Zeit sollte es aber in mancherlei Hinsicht schon geben: Denn 1982 versieht Disney die Filmgeschichte mit einem Meilenstein: TRON. Die Handlung (http://de.wikipedia.org/wiki/Tron_(Film)#Handlung) ist schnell erzählt und greift dem 90er Trend schon vor – ist sie im Grunde nur Rechtfertigung für die eigentliche Sensation: Computeranimierte Sequenzen (http://www.youtube.com/watch?v=-3ODe9mqoDE). 
 
Den Dynamiken des Unterhaltungsindustrie und dem immer noch grassierende 80er-Revival ist es zu verdanken, dass kommt was kommen muss: ein zweiter Teil TRON Legacy. Ich bin mal gespannt:
1982. Der unlängst verblichene Michael Jackson veröffentlichte "Thriller". ABBA trennten sich entgültig und Nicole gewann am 24. April in Harrogate mit dem Lied "Ein bißchen Frieden" für Deutschland die 27. Auflage des Eurovision Song Contest. 
Es gab noch keine Handys und kein Internet bzw keins für Krethi und Plethi. Virtuelle Realitäten waren etwas, von dem man nur vom Hörensagen wusste, dass darüber erzählt wird, die Zukunft ein entlegener Ort.
Es sollte noch zehn Jahre dauern bis Dinosaurier durch CGI zum Leben erweckt werden was in weiterer Folge dazu führt, dass die 90er wohl zu jener Dekade werden in denen Filme immer weniger wegen ihrer Handlung bestechen sondern eher den aktuellen Stand der technischen Entwicklung illustrieren. Mit dem Nachteil, dass der jeweils nächste Schritt den Vorangegangenen etwas datiert erscheinen lässt …
Aber wie gesagt. Das ist noch Jahre hin. Eine Blick in die Zeit sollte es aber in mancherlei Hinsicht schon geben: Denn 1982 versieht Disney die Filmgeschichte mit einem Meilenstein: TRON. Die Handlung ist schnell erzählt und greift dem 90er Trend schon vor – ist sie im Grunde nur Rechtfertigung für die eigentliche Sensation: Computeranimierte Sequenzen
 
Den Dynamiken des Unterhaltungsindustrie und dem immer noch grassierende 80er-Revival ist es zu verdanken, dass kommt was kommen muss: ein zweiter Teil. TRON Legacy.

Ich bin dann mal gespannt: 


Weil wir zwar noch nicht in Computern leben großteils davor und das Internet mehr kann als es den Lizenzgebern oftmals lieb ist, gibt's hier den Trailer in gscheit falls der YouTube-Link nicht mehr funktioniert.
PS.: Die Musik kommt bekanntlich von Daft Punk. Und die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Es könnte eine Tron-Tour geben!

 

von Herr Rabies - veröffentlicht in: Bewegte Bilder
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Monday, 13. july 2009 1 13 /07 /Juli /2009 19:15
Neill Blomkamp kennt man am ehesten durch jenen Citroën-Spot in dem sich ein Auto in einen eislaufenden Roboter verwandelt (ich persönlich fand den ja charmanter, aber bitte …).
Nicht ganz originell, aber auf der Transformers-Welle will halt mitgesurft werden. Egal wie streng es nach Marketing-Kalkül riecht. Weil man aber – Originalität hin oder her – sehen konnte, dass Herr Blomkamp optisch doch einiges drauf hat, wurde bald gemunkelt, dass er dem Computerspiel HALO ein Kinomäntelchen anziehen wird. Dieses Projekt liegt vorerst auf Eis. Dafür bekam er Geld und durfte seinen Kurzfilm "Alive in Joburg" mit Big Budget neu verfilmen.

Der Trailer lässt Großes und Gutes erahnen:



von Herr Rabies - veröffentlicht in: Bewegte Bilder
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  • Herr Rabies
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  • Männlich
  • 28.02.1980
  • Wien
  • Was jeder Trottel kann, kann ich schon lang! Blog olé!

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